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Christoph Oppermann / Medienblog

Schlagwort: Ralf Heimann

Lektüre-Links: Plädoyers für einen lesenswerten Lokalteil

Journalismus

Thesen zum Journalismus hatten wir schon länger nicht mehr. Bei Kress sind jüngst Joachim Widmann und Ralf Heimann aufeinandergeprallt. Unterhaltsam dabei: Beide treten mit Energie und viel Kenntnis für lesenswerten Lokaljournalismus ein und widersprechen einander bedeutend weniger, als man vermuten könnte. Beide Beiträge taugen als Ermahnung an erfahrene Lokaljournalisten, über die Tagesroutine die eigentliche Aufgabe nicht zu vergessen. Für Berufseinsteiger sollten die Texte von Widmann und Heimann Pflichtlektüre sein.

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Ralf Heimanns Stilblütensammlung: die schönsten Fehlgriffe im Lokalen als Blog

Wirschickenwen

Er hat’s schon wieder getan. Nach der Veröffentlichung des herrlichen Buches „Die tote Kuh kommt morgen rein“ hat Ralf Heimann sich erneut den Alltag des Lokaljournalismus vorgenommen. Die schönste Missgeschicke, Fehlgriffe und Stilblüten veröffentlicht der Kollege aus dem Münsterland jetzt auf einem eigenen Tumblr-Blog: wir-schicken-wen.tumblr.com.

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„Die tote Kuh kommt morgen rein“: Ralf Heimanns lesenswerte Beschreibung des Redaktionsalltags

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… Mit Journalismus im eigentlichen Sinn hat das wenig zu tun. Und ohne die Moralkeule zu schwingen, thematisiert Heimann das grundlegende Problem deutscher Lokalzeitungen: Sie tun brav, was Interessensgruppen wie Schützen oder Karnevalisten von ihnen verlangen. Das erfreut zwar diese, doch gilt das auch für die Masse der Leser? … Die Geschichte um den “Borkendorfer Boten” endet mit einer Art Cliffhanger. Das macht Hoffnung auf einen Nachfolger. Noch viel schöner aber wäre es, regelmäßig Geschichten aus dem nördlichen Münsterland zu lesen, und das Format der kleinen Geschichten böte dies ja an. Und deshalb rufe ich aus: “Ralf Heimann! Ich will ein Blog von Dir!”

(Thomas Knüwer, Indiskretionehrensache)

Danke, Thomas Knüwer, für die appetitanregende Empfehlung, Dank vor allem an Ralf Heimann  für dieses Buch. Jeder, der auch nur ein Zwei-Wochen-Schulpraktikum in einer Lokalredaktion hinter sich gebracht hat, wird seinen Spaß an der Lektüre haben. Nichts übertrieben, nichts zu sehr zugespitzt oder verdichtet – so geht’s eben zu in deutschen Lokalredaktionen.

Weil Thomas Knüwer das Buch bereits so treffend und verlockend beschrieben hat, gibt’s hier auch nur noch sehr kurze und wenige Anmerkungen:

  1. Nach mehr als 20 Jahren gibt es jetzt endlich das Journalisten-Gegenstück zu Niebuhr und Marks – zwei Kommunalpolitiker in der niedersächsischen Provinz. Leider scheint dieses Buch nur noch gebraucht erhältlich zu sein. Lesenswert ist es aber allemal und immer noch. Und ähnlich unterhaltend wie das Heimann-Buch.
  2. Wer den Inhalt des Buches „Die tote Kuh kommt morgen rein“ für Redaktionsfolklore hält, irrt. Es geht weniger um die technische Ausstattung als vielmehr um die Art und Weise, Themen zu finden und mit offenkundigen Problemen umzugehen. Das findet sich als Verhaltensmuster nicht nur in kleinen Lokalredaktionen und nicht nur in der Provinz. Das gibt es es auch in größeren Redaktionen.
  3. Wer sich aus Lesersicht darüber lustig macht, kann ja gelegentlich mal überlegen, was er „seiner“ Lokalredaktion aufdrängt.
  4. Noch ein guter Grund für Kauf und Lektüre: Alles ist auf den Punkt geschrieben, manches urkomisch, vieles zum Niederknien skizziert.

Mehr über Ralf Heimann und sein Buch „Die tote Kuh kommt morgen rein“ gibt’s hier:
Spiegel, Münstersche Zeitung, Wikipedia, Fischer-Verlage, WDR

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