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Christoph Oppermann / Medienblog

Schlagwort: LousyPennies.de

Leselinks: Qualität und Exklusivität in Echtzeit und die Chance von Texten

Im Tagesspiegel-Interview mit Sonja Alvarez erklärt BILD-Chef Kai Diekmann: „Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen“ und: „Die Herausforderung lautet: Höchste Qualität und Exklusivität in Echtzeit. Dabei übernehmen wir das, was bei Print der Vertrieb für uns erledigt – wir bringen unser Produkt dahin, wo die Menschen sind.“ Die Zusammenfassung liefert Kress.de.

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„Hat der Text eine Chance“, fragt Robert Kindermann in einem Gastbeitrag auf Lousypennies.de. Es scheint wie eine Frage wie an Radio Eriwan. Im Prinzip schon, aber wozu? Lesenswerter Beitrag mit viel Hintergrundmaterial.

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Die „Trends 2015“ umreisst Christian Jakubetz übersichtlich in dem Beitrag „Was Journalisten können sollten“. Von mobile reporting bis zu Multimediareportagen gibt es hier die aktuellen Anforderungen an Journalisten samt Auflistung der dazu nötigen Tools.

Lektüre: Jakubetz‘ Anforderungen an Journalisten und das interaktive BBC-Video

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 Zum Wochenende gibt’s noch ein paar Lektüreempfehlungen, darunter Christian Jakubetz‘ „Was Journalisten dringend können müssen“.

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Lektüretipp: Geld verdienen mit Blogs und 10 Digital-Fähigkeiten

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Lesen! Carolin Neumann: Kleinvieh kann Mist machen

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„Von wegen Journalismus im Internet bringt kein Geld! Die Voraussetzungen: ordentliche Selbstvermarktung, eine Portion Geduld, unternehmerisches Denken und ein Gespür dafür, dass nicht jede Methode für alles geeignet ist und man dieser Tage beim Geldverdienen im Journalismus einen klugen Mix ausprobieren muss. Eine Liste mit Links. …“ (Carolin Neumann auf Lousypennies.de, 24.3.2014)

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Aktuell im MedienMagazin: Von der Kunst der Verführung auf Facebook

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Aktuell im MedienMagazin:

Die Washington Post startet im Mai einen interessanten Versuch, Leser und Reichweite zu gewinnen. Sie bietet Lesern von Lokalzeitungen digitalen Zugang an. Joseph Lichterman beschreibt das für Nieman Journalism Lab so: „The program launches in May and would seem to be a win all around. …“

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Lesetipps: Das BuzzFeed-Lamb-Interview, die StillShot-App und Battle of the Blogs

Jetzt wieder ein paar Lesetipps, erneut von zwei meiner Lieblingsseiten im Netz: Journalism.co.uk und Lousypennies.de:

Neben den voll und ganz auf die sozialen Medien ausgerichteten Häppchen-Inhalten und animierten Gifs, entzünden sich die Gemüter vor allem an einer angeblich neuen Art von Werbung, die Print-Journalisten seit Jahren als “Advertorial” bekannt ist: Native Advertising. Also Anzeigen, die auf den ersten Blick wirken wie redaktionelle Inhalte und von unkundigen Leseren sehr leicht verwechselt werden können – und wohl auch sollen. (Karsten Lohmeyer)

Karsten Lohmeyer hatte die Chance, Scott Lamb (Vice President International bei BuzzFeed) zu interviewen, und wer schon länger befürchtet, dass das Abendland untergeht, kann hier nachlesen, was nach Lambs Ansicht Entertainment und Nachrichten miteinander zu tun haben. Hier das Interview in deutscher Sprache, hier die englische Variante. In diesem Zusammenhang ist auch ein Blick auf Martin Weigerts Text „Netznutzer entdecken ihre Liebe zu den guten Nachrichten“ interessant.

Auf Journalism.co.uk finden sich in den „9 ways to hone the perfect headline“ gute und nützliche Hinweise, Beiträge im Netz noch besser zu präsentieren. Darüber hinaus stellen die Kollegen die App StillShot vor (die Übersicht „Digitaltools für Journalisten findet sich hier als Storify, hier als Flipboard-Magazin) und den 17-jährigen Studenten Nicholas Fearn, der mit der der Lokalzeitung „South Wales Evening Post“ den Contest „Battle of the Blogs“ auf den Weg gebracht hat – einen Wettbewerb für Elf- bis 16-jährige Blogger. Hier gibt’s den ganzen Beitrag.

Ausblick statt Rückschau: Mehr Trennschärfe, mehr Kompetenz, mehr Mut in den Redaktionen

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Keine Sorge, kein zusätzlicher Rückblick. Nur ein paar Wünsche an die Kolleginnen und Kollegen in der Medienbranche zu den Debatten im nächsten Jahr.

Mehr Trennschärfe
Die Zukunft der Tageszeitungen ist nicht erst mit der von Cordt Schnibben angeschobenen Debatte Streitthema in der Branche gewesen, aber „tag2020“ hat ein paar Stärken und Schwächen der Diskussion und der gesamte Branche offensichtlich werden lassen – allein dafür muss man dem SPIEGEL-Kollegen schon dankbar sein: Auffällig ist, dass praktisch kein Kostenverantwortlicher – kein Verleger, kein Geschäftsführer – sich aktiv an der branchenöffentlichen Diskussion beteiligt. Das mag eine Ursache dafür sein, dass dabei gelegentlich die Ebenen durcheinander geraten – Erlösmodelle und die Zukunft des Journalismus. Das sauberer zu trennen, könnte uns einen Schritt voranbringen. Aber auch der Umstand, dass sich Journalisten inzwischen Gedanken darüber machen, ob und wie die von ihnen erarbeiteten Inhalte gegen Entgelt an die Kunden gebracht werden können, lässt sich bereits als Erfolg werten.

Mehr Kompetenz
10 Social Media Marketing Trends in 2014“ ist ein Beitrag im Talkwalker-Blog (Danke für den Link, Lucia Dettmer) überschrieben, dessen Inhalt eigentlich jedem in jeder durchschnittlichen Zeitungsredaktion etwas sagen müsste. Ist aber ganz sicher nicht so, und das ist ein wesentliches Problem unserer Branche und auch in der Debatte um die Zukunft der Tageszeitungen. Dabei geht es hierbei „nur“ im Hintergrundwissen. Auch für den Kunden sichtbares Handwerkszeug ist den meisten noch ziemlich fremd. Zwar haben beispielsweise in diesem Jahr einige – vor allem größere – Redaktionen begonnen, das Tool Storify zu nutzen, tatsächlich ist die Entwicklung aber schon weiter vorangeschritten – der WDR hat dafür mit „Pop auf’m Dorf“ ein schönes Beispiel geliefert. Es geht nicht darum, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, sondern darum, was unsere Kunden wie wahrnehmen. Die meisten Redaktionen scheinen den Anschluss wirklich zu verpassen und nicht nur den technischen Abstand aufgegeben zu haben, der sich in analogen Zeiten in unserem Informationsvorsprung von gefühlt einem Tag ausdrückte, sondern auch hinter die technischen Kenntnisse der eigenen Kunden und Nutzer zurückzufallen. Schön schreiben allein wird nicht reichen.

Mehr Mut
Die Branche ist in einer Krise, das Geld kommt nicht aus der Steckdose, Qualitätsjournalismus kostet – wir kennen alle diese langweiligen und langweilenden Phrasen aus allen Lagern unseres Gewerbes. Damit kann man sich auf Wunsch und bei Bedarf jeden noch so hellen Tag verdüstern. Alternative: Die lesenswerte Sammlung guter Ansätze, die Karsten Lohmeyer auf LousyPennies.de veröffentlicht. Mehr von dieser Grundhaltung in unserem Gewerbe wäre nicht schädlich.

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